Was ist Identity Fatigue?
Was, wenn uns nicht nur erschöpft, was wir jeden Tag leisten — sondern wer wir dabei zu sein glauben?
Identity Fatigue beschreibt nicht einfach Müdigkeit. Es beschreibt die Enge, die entstehen kann, wenn wir gewachsen sind, unser Leben aber noch nach alten Definitionen, Regeln und Rollen organisieren: Stark sein. Verantwortung übernehmen. Leisten. Niemanden enttäuschen. Alles im Griff haben.
Viele dieser Eigenschaften haben uns dorthin gebracht, wo wir heute sind. Doch aus etwas, das wir können, kann unbemerkt etwas werden, von dem wir glauben, dass wir es müssen. Aus „Ich kann Verantwortung übernehmen" wird „Ich muss alles im Griff haben." Aus „Ich kann stark sein" wird „Ich darf niemanden brauchen."
Gerade weil es funktioniert hat, ist es so schwer, es loszulassen.